Projektablauf

Schritte zu einer optimierten PV-Anlage:

1. Konzeption & Planung einer PV-Großanlage

Nur PV-Anlagen, die optimal abgestimmt sind sowie technisch sauber geplant und errichtet wurden, arbeiten langfristig ökonomisch. Dazu analysieren wir im ersten Schritt den Ist-Zustand Ihres Verbrauchs mittels unseres speziell dafür entwickelten Analysetools (Potenzialanalyse). Mit dieser Software sehen wir bei jeder technischen Änderung der Anlage sofort die Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes. Damit sind wir in der Lage, Ihnen in einer sehr frühen Phase des Projektes, belastbare wirtschaftliche Informationen zu liefern.

Um diese Analysen durchführen zu können, benötigen wir Ihr Viertelstunden-Lastprofil des letzten Kalenderjahres als Excel-Datei sowie Informationen zu Ihrem Energiepreis (i.e. Strompreis + Netzgebühren + Abgaben netto). Im Zuge dieser Potenzialanalyse (Lastprofilanalyse) werden die rund 36.000 Einzelwerte Ihres Viertelstunden-Lastprofils in unsere Analysesoftware eingelesen. Anhand dieser Daten sind wir dann in der Lage Ihre maßgeschneiderte PV-Großanlage zu simulieren und diese für den maximalen Energieverbrauch zu optimieren. Mit der nun vorliegenden Anlagengröße zusammen mit Ihrem Energiepreis können wie auch die Rentabilität des PV-Projekts berechnen.

Das Lastprofil des letzten Kalenderjahres als Excel-Datei erhalten Sie kostenlos von Ihrem Energieversorger (ab einem Jahresverbrauch von 100.000 kWh). Ziel der Simulation mit den Echtwerten des letzten Jahres ist die optimale Abstimmung von Produktion und Verbrauch der PV-Anlage. Das Ziel ist, dass zumindest 80 Prozent des erzeugten Solarstroms direkt vor Ort verbraucht werrden können. Zu den Ergebnissen der Potenzialanalyse gehören auch eine Simulation des Ertrages für Ihren Standort sowie eine erste Visualisierung.

2. Einholung der Genehmigungen

Die notwendigen Genehmigungen sind in der Regel binnen einigen Wochen erteilt, auf den Fördervertrag muss man abhängig von Förderstelle, Einreichzeitpunkt und Förderart zwischen einigen Wochen und einem halben Jahr warten.

Im österreichischen Fördersystem wird aktuell zwischen 2 Arten von PV-Anlagen unterschieden: (1) Eigenverbrauchsanlage (auch Überschusseinspeiser genannt) oder (2) Volleinspeiser.

Bei einer Überschussanlage wird in erster Linie der PV-Strom vom Unternehmen sofort verbraucht. Ein allfälliger Überschuss wird eingespeist und vergütet. Beim Volleinspeiser wird für die ersten 13 Jahre der gesamte PV-Strom eingespeist und von der OeMAG vergütet. Ab dem 14 Jahr wird die Anlage in eine Überschussanlage umgebaut.

Mit Vorliegen des Förderbescheides entscheiden Sie, wie Sie weiter vorgehen wollen: Errichtung der PV-Anlage als Eigeninvestment oder als Betreibermodell – sie haben die volle Entscheidungsfreiheit. Selbst ein Abbruch des Projektes ist mit keinen Kosten verbunden!

3. Errichtung der PV-Anlage

Für die Errichtung unserer PV-Anlagen haben wir ein eigenes Team aufgebaut. Unter der erfahrenen Leitung von Norbert Bartl ist unser Errichtungsteam vor Ort, um die PV-Anlage fachgerecht zu installieren. Dabei beachten wir besonders darauf, dass die Errichtung und die Inbetriebnahme der Solaranlage ohne Störung des laufenden Betriebs vonstattengehen.

Die Dauer der Baustelle hängt natürlich von der Größe der PV-Anlage und den Gegebenheiten vor Ort ab (z.B. Zufahrt zu den Gebäuden, Wetter, Anschlussmöglichkeiten etc.). Für die Errichtung einer 200 kWp Anlage muss man rund 3 Wochen rechnen. Der Anschluss der Anlage sowie die elektrischen Abschaltungen erfolgen immer in Absprache mit dem Unternehmen.

Betrieb & Arten von PV-Anlagen

Das österreichische Fördersystem unterscheidet aktuell zwischen 2 Arten von PV-Anlagen: (1) Eigenverbrauchsanlagen (auch Überschusseinspeiser genannt) oder (2) Volleinspeiser.

Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlage

Bei einer Überschussanlage wird in erster Linie der PV-Strom vom Unternehmen sofort verbraucht. Ein allfälliger Überschuss wird eingespeist und vergütet. Beim Volleinspeiser wird für die ersten 13 Jahre der gesamte PV-Strom eingespeist und von der OeMAG vergütet. Ab dem 14 Jahr wird die Anlage in eine Überschussanlage umgebaut.

Je nachdem wer Eigentümer der PV-Anlage ist, entscheidet wer diese finanziert und betreibt.

Bei einem Eigeninvestment wird die Anlage schlüsselfertig nach Inbetriebnahme mit einer detaillierten Dokumentation von Selina an den Kunden übergeben. Während der ersten zwei Betriebsjahre monitoren wir die Anlage gemeinsam mit dem Kunden. Für den Zeitraum danach entscheidet der Kunde, ob er die Betriebsführung selbst übernehmen will oder ob Selina dies auf Basis eines Servicevertrages weiter tun soll.
Die technische Lebensdauer einer PV-Anlage liegt bei über 30 Jahren. Da eine Solaranlage keine beweglichen Teile hat, sind die jährlich anfallenden Betriebskosten sehr niedrig. In der Regel kann hier mit rd. 1,5 % des Investments gerechnet werden. Diese Kosten beinhalten bereits die Rückstellung/Ansparen für den notwendigen Tausch der Wechselrichter nach ca. 12 Jahren Betrieb.

Im Fall von einem Betreibermodell wird die PV-Anlage nicht vom Kunden, sondern von unserer Betreibergesellschaft SOL Photovoltaic Capital GmbH (SOL PV) finanziert und betrieben. Der Kunde pachtet die Solaranlage von SOL PV. Die Pachthöhe ist variabel und abhängig vom direkten Verbrauch des PV-Stroms. Es gibt zwar eine Abnahmeverpflichtung jedoch keine Mindestabnahmemenge. Zudem erhält der Kunde eine Kaufoption, mit der er die PV-Anlage zu fix bei Vertragsabschluss ausgemachten Preisen erwerben kann.

Nähere Infos zum Betreibermodell:

Photovoltaik-Volleinspeiseranlage

Optional zu einer Eigenverbrauchsanlage kann eine PV-Anlage aktuell auch als Volleinspeiser errichtet werden. Dies vor allem dann, wenn eine große Dachfläche zur Verfügung steht und der Verbrauch des Unternehmens entsprechend hoch ist. Das bedeutet, dass der gesamte produzierte Strom für die ersten 13 Jahre mit einer fixen Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

Auch in diesem Fall kann sich der Kunde zwischen Eigeninvestment und Betreibermodell entscheiden.

Beim Betreibermodell wird bei Vertragsabschluss eine fixe Dachmiete für die ersten 13 Jahre vereinbart. Ab Jahr 14 wird die Anlage zu einer Überschussanlage umgebaut und der Ablauf ist wie im Fall von einem Betreibermodell bei Punkt 4a.

Investiert der Kunde selbst in einen Volleinspeiser, so erhält er für die ersten 13 Jahre den fixen Einspeisetarif von der OeMAG. Die Höhe von dem Einspeisetarif wird jährlich angepasst, und lag im Jahr 2019 bei 7,67c pro kW/h. Auch hier wird die Anlage nach 13 Jahren zu einem Überschusseinspeiser umgebaut. Das heißt, dass zunächst der Stromverbrauch vom Unternehmen gedeckt wird und nur ein allfälliger Überschuss in das öffentliche Netz eingespeist und vom Stromanbieter zu dem dann gültigen Tarif vergütet wird.

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